Krankenhaus für die Armen
HOLZ MEMORIAL HOSPITAL FOR POOR

In ganz Indien steht heute ein Arzt für ca. 5.000 Menschen zur Verfügung. In den von den Ureinwohnern
/ Adivasi bewohnten Gebieten jedoch muss ein Arzt mehr als die doppelte Anzahl Menschen versorgen.

Unter- und Fehlernährung, unzureichende Trinkwasserversorgung, mangelhafte hygienische Verhältnisse beeinträchtigen die Gesundheit, so dass Krankheiten, vor allem bei Kindern, häufig tödlich enden.

   

Neben den Mangelkrankheiten werden durch die schlechten hygienischen Bedingungen Parasitenbefall und Infektionen begünstigt. In der Folge von Überschwemmungen nach dem jährlichen Monsun treten häufig
Cholera- /Typhus-Epidemien auf. Die gefährliche Hirnmalaria ist auf dem Vormarsch, weil die Stechmücken
gegen die Insektizide resistent geworden sind. Häufige Todesursachen sind Durchfallerkrankungen, Malaria, Erkrankungen der Atemwege, Infektionen und Krebs.

Medizinische Kosten (oftmals weite Anreise, Arztbesuch, teure Medikamente) können viele arme Menschen
ins Elend stürzen.

Da wir in Duburi / Nadiabhanga - inmitten von Adivasi Dorfgemeinschaften - schon eine kleine Feeder School
für Adivasi-Kinder eingerichtet hatten, wurde beschlossen, nun auch die medizinische Versorgung dieser unterprivilegierten Menschen zu gewährleisten.



1998                                                                                                                  

In diesem Jahr wurde mit einem Teil des Geldes, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammen-
arbeit, Bonn, für die Model School überwiesen wurde, und mit vielen privaten Spenden mit dem Bau des Krankenhauses begonnen. Da die Gebäude eine für indische Verhältnisse enorme Größe haben, zog sich
die Fertigstellung der Gebäude über mehrere Jahre hin.

  

 

2006                                                                                                                  

Am 05. Februar 2006 war es soweit: das Krankenhaus für eine einfache ambulante Behandlung wurde er-
öffnet. Die Registrierung des Krankenhauses auf den Namen "HOLZ MEMORIAL HOSPITAL FOR POOR" mit entsprechender offizieller Registrierungs-Nummer hat genau 12 Monate gedauert. Diese Registrierung ist notwendig, um ein Krankenhaus betreiben zu dürfen.

  

Bereits im Januar wurde Dr. Jitu, ein promovierter Ayurveda Mediziner, eingestellt, der nun hauptverant-
wortlich in der Ambulanz tätig ist.

      

Außerdem starteten wir im Jahre 2006 mit wöchentlichen mobilen Gesundheits-Camps in verschiedenen
Adivasi-Dörfern. Im Rahmen dieser Camps gab es im September erstmalig für Adivasi Möglichkeiten der Augenuntersuchungen bzw. Augenoperationen mit anschließender Nachsorge.

 

2007                                                                                                                

In diesem Jahr wurden die mobilen Gesundheits-Camps erweitert, nun auch mit Hilfe unseres gesponserten
Krankenwagens.

  

 

2008                                                                                                                 

In dieserm Jahr starteten wir mit unserem neuen Konzept der "Mutter-Kind-Vorsorge". Ziel dieses
Konzeptes ist es, das Vertrauen der Mütter zu gewinnen, so dass diese zur Entbindung, Nachsorge und Beobachtung sowie Fürsorge der Neugeborenen in unser Krankenhaus kommen. Tatsache ist, dass z.B.
durch mangelnde Hygiene viele Frauen im Kindbett und viele Säuglinge kurz nach der Geburt sterben.

Außerdem können wir somit Einfluss nehmen auf eine neue Bewusstseinsbildung hinsichtlich der Kinder-
ernährung, Kinderkrankheiten und entsprechenden Impfungen sowie der Familienplanung.

        

 

2009                                                                                                                  

Zur Unterstützung von Dr. Jitu wurde ein zweiter Arzt eingestellt. Außerdem wurde das Labor mit dem
Kauf eines Mikroskops ausgestattet. Dieses ermöglicht uns unter anderem, bei Malaria-Erkrankungen die medizinische Behandlung festlegen zu können.

  

Die Krankenhausmannschaft wurde durch zusätzlich vier GesundheitshelferInnen erweitert, die an vier
Tagen jeweils morgens in die einzelnen Adivasi-Siedlungen fahren, um unser Konzept der Mutter-Kind-
Vorsorge vor Ort umzusetzen. Die Betreuung umfasst mittlerweile 15 Adivasi-Dörfer. Eines unserer
Ziele ist die Ausweitung auf weitere Dörfer.

   

Erstmalig wurde im März eine Impfaktion (u.a. gegen Polio und Pocken) im Krankenhaus und auch vor
Ort in den Dörfern vorgenommen.

Alle zwei Jahre erfolgt eine staatliche Prüfung und Bestätigung der Zulassung des Krankenhauses. Diese
Prüfung wurde erfolgreich Ende März durchgeführt und die Zulassung um weitere zwei Jahre verlängert.

    

Zusätzlich wurde damit begonnen, die Wasserversorgung zu erweitern.